Viel TamTam um nichts (Tirade: Denpa Onna to Seishun Otoko)

Da es, zwei Tage nach Eröffnung des Blogs, endlich mal Zeit für einen Artikel wird, dachte ich mir, ich nehme zum Start den Anime, den ich als letztes beendet habe: Denpa Onna to Seishun Otokodenpa-onna-to-seishun-otoko

Ich weiß, dass diesen Anime kaum jemand gesehen haben wird, aber ich dachte, er passt gut als Einstieg, da er wohl nicht allzu lang werden wird und ich kurz den Unterschied zwischen meinen Tiraden, Kritiken und meinen Reviews erklären kann:
Tiraden sind eher meine persönliche Meinungen zu Animes, bei denen ich auf die Punkte eingehe, die mir wichtig erscheinen und meine Gedanken zu diesen dort lasse. Auch gehe ich hier, wie ich mich kenne, mit den Animes auch mal etwas härter ins Gericht, unabhängig davon, ob sie mir gefallen haben oder nicht. Ich schreibe sie meist spontan, kurz nachdem ich den Anime beendet habe. Hier bekommt ihr meine Meinung zu hören.
Bei Kritiken versuche ich Animes möglichst Objektiv zu analysieren. Hierbei stecke ich viel Zeit in die Artikel und lasse mich nicht von einer Laune überrollen. Diese Artikel gehen sehr ins Detail, werden mit genügend Abstand geschrieben und einheitlich bewertet, um eine möglichst gute Vergleichsbasis zu bieten. Lest diese, wenn ihr eine (fast) neutrale Meinung wollt.
Reviews runden das ganze ab. Sie sollen möglichst kurz und knackig die Charaktere und den Plot vorstellen, Spoilerfrei sein und durch das Fazit mit Bewertung am Ende als eine Art Empfehlung dienen. Ich werde versuchen möglichst zu allen Animes die ich gesehen habe, ein Review zu veröffentlichen.

Doch kommen wir nun zu „Denpa Onna to Seishun Otoko“ und meiner ersten Tirade:

Denpa Onna to Seishun Otoko („das verrückte Mädchen und der junge Mann“) dreht sich um den 16 jährigen Makoto, welcher zu Beginn der 11. Klasse zu seiner Tante ziehen muss, da seine Eltern weit weg arbeiten müssen. Dort trifft er neben seiner sehr „jung gebliebenen“ Tante auch deren Tochter an, die etwa im selben Alter ist wie er, aber seit einem Jahr die Schule nicht mehr besucht und sich für ein Alien hält.

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Ich muss sagen, dass mich der Anime schon zu Beginn an nicht wirklich gepackt hatte. Ein Kumpel und ich hatten heute nichts besseres zu tun und dachten, wir schauen mal rein, da er auf verschiedenen Anime-Seiten eine gute Bewertung erhalten hatte. Der Plot ist für sich genommen nicht gerade das originellste überhaupt und auch der Harem, der sich nach und nach um Makoto entwickelt, ist ziemlich 08/15. Recht amüsant ist jedoch die Dreiecksbeziehung zwischen Makoto, seiner Tante Meme und ihrer Tochter Erio, da Makoto weder seiner Cousine verfällt noch so tut, als wäre er komplett asesexuell und sähe nicht, wie süß sie ist. Die einfache, familäre Beziehung zwischen den beiden ist sehr erfrischend und auch wenn Makotos Tante immer wieder so tut, als wolle sie ihn verführen, merkt der Zuschauer wie auch Makoto doch klar, dass es nur Show ist und sie ihn eigentlich eher wie einen Sohn sieht.

Ein weiterer Pluspunkt war, dass mich die tragische Geschichte hinter Erio, dass sie ihr Gedächnis verloren hat und für ein halbes Jahr verschwunden war, interessierte. Auch wenn er mich nicht von Beginn an mitriß, wollte ich dem Anime doch eine Chance geben und wie von selbst habe ich unterbewusst am Ende einer Folge gleich die nächste angemacht, um weitergucken zu können. Leider hielt dies nur für die ersten 6-7 Folgen vor…
Denn nachdem Makoto Erio von ihrem Tick, ein Alien zu sein, losgelöst hatte, verpasst es der Anime, die interessanten Teile der Geschichte weiterzuspinnen. Die Story um Erios Gedächnisverlust wird überhaupt nicht weitererzählt, man erfährt nie, wass aus Elliot (Memes Ex und Erios Vater) geworden ist, auch wenn mehrfach Andeutungen gemacht werden und überhaupt verliert der Anime fast seine komplette Fahrt.

Die weiteren Kurzgeschichten haben mich nicht vom Hocker gehauen, die meisten Nebencharaktere blieben zu blass und auch der Humor ging irgendwie abhanden, vor allem, da Tante Meme und auch die Futons immer mehr in den Hintergrund rückte. Ich wurde mehrmals enttäuscht, da interessante Storyzweige zwar angedeutet, dann aber plötzlich liegen gelassen wurden. Wäre der Anime länger als 13 Folgen gewesen, hätte ich ihn um Folge 10 herum wohl spätestens abegbrochen.

Besonders enttäuscht wurde ich aber vom Ende, dass in doppelter Hinsicht ein Fehlschlag war: Erstens verpasste es Makoto seine Freundin Ryuuko zu seiner Mädchenfreundin (Girlfriend you know?) zu machen und dies auf eine Weise, wie es einem 12 jährigen, aber keinem 16, fast 17 jährigen passieren würde. Zweitens wurde die in den ersten Folgen so toll ausgeschlossene Existenz von Übernatürlichem doch noch in den Anime gequetscht. An sich hatte ich damit kein Problem, doch statt den Zuschauer munkeln zu lassen, wird in der letzen Folge noch einmal ein Paukenschlag eingesetzt, um das Übernatürliche zu „beweisen“, welcher dann auch noch ausdiskutiert wird und den Anime auf den letzten Metern endgültig das Prädikat „gut“ entreißt.

Soweit zu meiner ersten Tirade. Ich würde dem Anime spontan 6.5/10 Punkten geben, dieser Wert kann sich mit einer möglichen Kritik aber noch ändern (ich bezweifle aber, dass sie kommt).
Damit bleibt mir nur noch zu Fragen: Falls ihr den Anime gesehen habt, was sind eure Gedanken? Für mich aber bei meinen Debut noch viel wichtiger: Wie fandet ihr meine erste Tirade?

Ich würde mich über möglichst viele Kommentare freuen 🙂

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