Osomatsu! – Warum ihr Shokugeki no Souma probieren solltet

Wenn ihr diese Anime Season Shokugeki no Souma noch nicht guckt, dann verpasst ihr möglicherweise etwas. Warum? Darum geht es heute.

CoverAm 26. November 2012 startete im Weekly Shounen Jump ein neuer Manga, der den jungen Souma Yukihira auf seinem Weg zum Spitzenkoch begleitet. Etwa 2 Jahre später bekommt der Titel nun auch seinen eigenen Anime, welcher schon vor Beginn der aktuellen Season mit einigem Hype versehen wurde. Ob er diesem gerecht wird, dürft ihr gerne selbst entscheiden. Ich möchte euch heute jedoch ein paar Gründe geben, ihm zumindest eine Chance zu geben.

Ein Shounen nach Kochrezept

Doch bevor wir auf die Qualitäten des Anime zu sprechen komme, will ich denjenigen unter euch, die mit Shounen nichts anfangen können, gleich ein wenig Zeit sparen. Denn wenn ihr mit diesem Genre nichts anfangen könnt, wird SnS euch sehr wahrscheinlich auch keine Freude bereiten. Denn wie für eigentlich alle Titel des WSJ üblich, ist auch dieser Titel ein Anime, der mit so ziemlich allen altbekannten Shounen-Eigenschaften ausgestattet ist, die wir gewohnt und denen einige von euch vielleicht auch schon überdrüssig sind.

Der Anime handelt von dem Schüler Souma Yukihira, der im kleinen Familienrestaurant seines Vaters kochen gelernt hat und hofft, dieses eines Tages übernehmen zu können. Sein Vater beschließt jedoch, dass er dazu zunächst an der Weltbesten Kochschule zu bestehen hat und so befindet sich Souma plötzlich vor den Toren der Totsuki Culinary Academy. Nachdem er sich damit abgefunden hat und bemerkt, wie elitär und doch unerfahren seine Mitschüler sind, beschließt er nicht nur zu bestehen, sondern gleich der beste Absolvent der Akademie zu werden.

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Recht schnell wird klar, dass er dafür irgendwann auch gegen den „Elite Ten Council„, die besten Schüler der ganzen Schule, antreten und diese in einem Kochwettbewerb (Shokugeki) schlagen muss. Doch bevor er diese herausfordern kann, muss er erst einmal den knochenharten Schüleralltag überstehen, denn die Aufgaben sind alles andere als leicht und bei Versagen kann der sofortige Ausschluss von der Schule erfolgen.

Wie ihr also seht, ist Shokugeki no Souma von der Grundgeschichte her ein ziemlich durchschnittlicher Shounen und auch die anderen Charaktere, die unter anderem einen tollpatschigen Sidekick sowie eine hochnäsige Tsundere enthalten, sind alles andere als originell. Dennoch gehört der Anime für mich zu den besseren Titeln dieser Season, denn er bietet einige Pluspunkte, die viele andere Shounen nicht haben.

Altes Rezept mit frischen und neuen Zutaten

Wenn also die Story und Charaktere nichts besonders sind, was kann SnS dann noch richtig machen, damit es sich lohnt, den Anime zu gucken? Für mich gibt es da 2 Punkte, die besonders herausstechen.

Herausragende Animation und Soundtracks

Wenn ich darüber nachdenke, warum ich mich jedes Wochenende auf eine neue Folge eines Anime freue, in dem es ums Kochen geht, dann fällt mir als allererstes der herausragende Soundtrack ein. Dieser schafft es, aus dem nichts Spannung zu kreieren und mich somit sogar mitfiebern zu lassen, während einer der Charaktere nur Gemüse klein schneidet oder Salat wäscht. Ich kenne viele sehr gute OSTs, aber dieser ist einer der wenigen, die ich auf eine Ebene mit dem Soundtrack von ufotable’s Unlimited Blade Works setzen würde.

Ich behaupte sogar, dass mit diesem Soundtrack sogar die Endless Eight aus Die Melancholie der Haruhi Suzumiya spannend gemacht hätte.

Und die Animation steht diesem in nichts nach. Auch wenn J.C. Staff sicherlich nicht das größte Budget hatte, so haben sie es doch richtig eingesetzt. Die Gerichte und Zutaten sind nicht nur sehr schmackhaft animiert, vor allem bei den Kochszenen wussten sie, wie sie diese zu schneiden haben. Besonders das bewusste verlangsamen einzelner Aktionen lässt das Kochen selbst regelrecht dramatisch werden und weist gewissen Zutaten eine höhere Bedeutung zu, so dass man als Zuschauer angespannt erwartet, wofür diese eingesetzt werden.

Ich habe bereits überlegt, den Manga anzufangen, aber nachdem ich von dieser Musik und Animation verwöhnt wurde, glaube ich nicht, dass ich darauf verzichten könnte. Ich kann deshalb nicht für die Leser sprechen, aber ich bezweifle, dass diese sich eine bessere Umsetzung hätten wünschen können.

Das Gericht steht im Mittelpunkt

Zunächst meine ich dies im Bezug auf die Verantwortlichen des Anime und Manga. Ich habe ja schon erwähnt, wie lecker die Gerichte aussehen, aber nicht nur visuell wurden diese sehr gut getroffen. Alle Gerichte, die im Manga vorkommen, kann man auch nachkochen und teilweise liegen die Rezepte sogar dem Manga bei.

Dies zeigt, dass die Mangaka hier nicht nur wert auf spektakuläre sondern vor allem auf machbare Gerichte gelegt haben und auch generell in dem Manga sehr viel Ahnung von den verschiedenen Küchen der Welt präsentieren. Ich möchte nicht wissen, wie viel Fleiß und Recherche dahinter steckt, aber es ist einfach super, dass man die Gerichte, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen, nachkochen kann.

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Aber nicht nur von außen betrachtet haben die Mangaka den Schwerpunkt auf das Kochen gelegt. Denn auch wenn es so aussieht, als ob dies ein klassischer Shounen ist, der sich nur um Wettbewerb dreht, so steht doch vor allem der Geschmack für die Charaktere im Mittelpunkt. Selbst während den Shokugekis, in denen es wirklich um viel geht, konzentriert sich jeder Teilnehmer nur auf sich selbst und will das schmackhafteste Gericht abliefern, dass er zustande bekommt.

Ein Shounen, aber ein guter!

Diese beiden Punkte sorgen dafür, dass es zumindest mir relativ egal ist, wie vorhersehbar dieser Anime ist. Denn wie eigentlich alle Shounen geht es vor allem darum, dass man Spaß dabei hat, dem Protagonisten auf seiner Reise zu seinem Ziel zu folgen und das bietet der Anime definitiv. Wenn ihr Shokugeki no Souma nicht bereits guckt, dann gebt ihm vielleicht mal eine Chance. Ich kann nicht versprechen, dass ihr ihn mögen werdet, aber enttäuschen wird er euch ganz sicher nicht.

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